ZWEIT SCHRITTE BIS VENEDIG, VON SCHÖNHEITEN UMGEBEN

Venedig

Das Herz der Stadt Venedig bildet zweifellos der Markusplatz, der per Definition der einzige Platz ist, der so genannt werden kann: die anderen Plätze werden “campi” oder “campanelli” genannt.
Die Basilika von San Marco steht im Zentrum des Platzes. Sie ist ganz in goldene Farbe gehüllt und mit Mosaiken, die die Geschichte Venedigs erzählen, und mit Flachreliefs verkleidet, die die Monate des Jahres darstellen. Über dem Hauptportal thronen die vier bronzenen Pferde aus Konstantinopel (es handelt sich jedoch um Kopien, denn die Originale befinden sich im Museum von San Marco) und erinnern an den vierten Kreuzzug aus dem Jahr 1204.
Ihr Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes wird von fünf riesigen Kuppeln überragt.
Bei ihr handelt es sich um die dritte Basilika, die dem Heiligen Markus geweiht ist. Die anderen beiden wurden zerstört.
Es scheint so, als sei diese Version von der Kirche der Heiligen Apostel in Konstantinopoli inspiriert worden.
Das Innere ist mit Mosaiken auf Goldgrund verkleidet, die biblische und allegorische Geschichten erzählen. Zu Beginn diente Sie als Kappelle der Dogen der venezianischen Republik.

Portogruaro

Portogruaro liegt am Ufer des Flusses Lemene. Die Herkunft des Namens ist eindeutig. Einer Theorie nach stammt er von den Kranichen, die das einstige Sumpfgebiet, von dem das Gebiet ursprünglich umgeben war, bevölkerten. Von dieser Annahme erklärt sich auch das Wappen der Stadt.
Einer anderen Theorie nach stammt der Name aus dem lateinischen Begriff für den Feldwächter (gruarius) ab, der seinen Ursprung im landwirtschaftlichen Charakter des umliegenden Gebiets hat.
Das Wort Porto leitet sich vom antiken Handelshafen am Fluss her, der seine Blüte während der Vorherrschaft Venedigs erlebte, heute aber nicht mehr genutzt wird.

Concordia

Die bedeutende römische Niederlassung, Iulia Concordia, im Jahr 42 v.Chr. gegründet, und an der Kreuzung der Via Annia und der Via Postumia gelegen, bildete in römischer Zeit Teil der X Regio Venetia et Histria.
Nach den Barbareninvasionen wurde es Teil des langobardischen Herzogtums von di Cividale.
Im Mittelalter kam es zunächst zur Mark Friaul und danach zum Patriarchat Aquileia.
Im Jahr 1420 wurde es mitsamt seines friaulischen Territoriums von der Republik Venedig annektiert.
Im Jahr 1838 wurde es aus der “Patria del Friuli” ausgegliedert und der Provinz Venedig zugeschlagen. Schon immer lag es im Einflussbereich sowohl von Venedig als auch von Friaul: dies spiegelt sich auch heute noch in der Tatsache wieder, dass es verwaltungsmäßig zu Provinz Venedig gehört, die Einwohner jedoch einen westfriaulen Dialekt sprechen (das sog. “Friulano Concordiese”).